Die schönsten Orte an der dänischen Westküste

04. März 2020

Lesezeit: ~ 4min

Dänemark ist ein wunderschönes Land und mich haben bei unserem Roadtrip durch das ganze Land vor allem die schönen Strände und Landschaften an der Westküste gepackt und begeistert. Umso weiter nördlich ihr an der Westküste fahrt, umso weniger ist das Land besiedelt und umso mehr Platz ist für die Natur. Ich habe an Dänemarks Westküste wirklich atemberaubende Landschaften und Orte entdeckt und möchte diese heute mit euch teilen! Die Orte sind von Süden nach Norden geordnet und ihr könnt sie alle über Google Maps finden und euch eine individuelle Route bauen.

Henne Mølle

In Henne Strand habe ich viele Urlaube meiner Kindheit verbracht und in der Nähe des Dorfes gibt es einen wirklich tollen Ort: einen kleinen Fluss der dort ins Meer mündet. Über den Fluss gibt es eine hübsche Brücke und ihr könnt dem Fluss bis zum Meer runter folgen - meistens ist er auch nicht besonders tief und ihr könnt sogar mit den Füßen durch die Mündung ins Meer warten. Landschaftlich finde ich den Ort sehr beeindruckend, mit dem kleinen Tal in dem der Fluss durch die hohen Dünen fließt.

Hvide Sande

Hvide Sande liegt auf dem schmalen Landstreifen zwischen dem Ringkøbing Fjord und der Nordsee, die kleine Stadt selbst hat mich nicht so sehr aus den Socken gehauen, dafür aber die wunderschönen Dünen kurz vor der Stadt am Vesterledvej. Das waren die höchsten Dünen, die wir in Dänemark gefunden haben und es macht nicht nur viel Spaß diese hinaufzusteigen, sondern wir hatten auch einen tollen Blick über den Landstreifen, die Nordsee und den Ringkøbing Fjord.

Nationalpark Thy

Dänemark hat landschaftlich auch neben tollen Dünen und Meer noch einiges zu bieten, besonders begeistert haben mich die Nadelwälder mit Heideflächen im Nationalpark Thy. Wir haben dort einen richtig märchenhaften Wald gefunden, in dem ich Stunden hätte verbringen können. Ein kleiner Weg hat sich durch den sandigen Boden geschlängelt, links und rechts ein paar Heide-Pflanzen und Nadelbäume. Es roch wunderbar frisch und überall haben wir Schmetterlinge entdeckt.

Stenbjerg Strand

Ein weiterer Strand, der mich so sehr begeistern konnte, dass er unbedingt in diese Liste gehört war der Strand des Dorfes Stenbjerg. Am Abgang zum Strand stehen hier ein paar sehr dänisch aussehende alte Häuser, die früher wahrscheinlich mal ein Fischerdorf waren. Außerdem stehen am Strand einige kleine Fischerboote, die wohl auch noch in Benutzung sind und eine wunderbare Stimmung machen.

Vigsø

Auf den ziemlich abgelegenen Strand in Vigsø sind wir aus Zufall gekommen und ich war ziemlich begeistert von diesem Ort, denn es ist nicht nur ein schöner Nordseestrand sondern hier befindet sich eine richtige Kolonie aus verlassenen Bunkern aus dem zweiten Weltkrieg. Diese werden nach und nach von der Natur zurückerobert, teilweise sind sie schon halb im Meer versunken oder mit viel Sand bedeckt. Ein ziemlich spannender Ort für einen ausgiebigen Spaziergang.

Bulbjerg

Dänemark ist nicht nur hyggelig sondern auch hügelig (willkommen im Zeitalter der schlechten Wortwitze), auf dem Bulbjerg habt ihr jedenfalls eine wunderbar weite Aussicht aufs Meer und die schöne Landschaft rundherum. Der Bulbjerg liegt direkt am Meer und auf dem Hügel ist außerdem ein alter Bunker aus dem zweiten Weltkrieg, der aber ziemlich im Boden eingelassen ist und somit tanzt man ihm nur auf dem Dach rum - bei Interesse könnt ihr aber auch hineingehen. Mich hat vor allem die tolle Rundum-Aussicht begeistert.

Rubjerg Knude Fyr

Kommen wir zu einem meiner Lieblingsorte in Dänemark: der Rubjerg Knude Fyr. Das ist ein Leuchtturm der Mitten in einer Wanderdüne steht. Eine Wanderdüne könnt ihr euch dabei wie eine kleine Wüste vorstellen: nichts außer Sand weit und breit. Und Wanderdüne wird es genannt, weil der Sand und damit die Düne mit der Zeit durch den Wind immer weiter wandert. Der Leuchtturm Rubjerg Knude Fyr steht inmitten dieser Wanderdüne und wirkt dadurch besonders interessant - inzwischen ist die Düne allerdings soweit gewandert, dass der Leuchtturm kurz nachdem wir dort waren sogar bewegt werden musste, um sozusagen mit der Düne zu wandern.

Råbjerg Mile

Råbjerg Mile ist auch eine Wanderdüne, die aber nochmal deutlich größer ist, als die Wanderdüne am Rubjerg Knude Fyr. Eine typisch dänische Dünen-Landschaft führt zur eigentlichen Wanderdüne, wo dann nichts zu finden ist, außer schönem fast weißem Sand - Pflanzen wachsen auf der Wanderdüne nämlich nicht. Besonders spannend fand ich, dass wir am Rand richtig beobachten konnten, wie die Düne wandert und langsam aber sicher Bäume und Sträucher unter sich begräbt.

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