7 nachhaltige Veränderungen, die du von der Couch aus machen kannst

25. März 2020

Lesezeit: ~ 6min

Früher wäre dies mein "Nachhaltigkeit für Faule"-Blogpost gewesen, denn dieser Blogpost war tatsächlich schon länger geplant, aber plötzlich ist er aktueller und hilfreicher denn je und nicht mehr nur noch ein Thema für Couch-Potatoes wie mich. Denn dank Corona-Krise bleibt uns erstmal nicht viel anderes übrig, als das Klima und die Natur von der Couch aus zu schützen. Das geht? Ja und wie das geht! Und ich verrate euch jetzt meine Klimaschutz-Tipps für die ihr die Wohnung nicht verlassen müsst & nicht mal von der Couch aufstehen:

Ecosia als Standardsuchmaschine festlegen

Innerhalb von weniger als einer Minute, kostenlos und mit quasi keiner Umstellung könnt ihr jede Menge Bäume pflanzen. Die Suchmaschine Ecosia pflanzt im Schnitt pro 45 Suchanfragen einen Baum und unterstützen damit unsere Umwelt, aber auch die lokale Wirtschaft in Afrika, Südamerika, Spanien und Indonesien. Dabei werden die Bäume nicht über das Sammeln von Daten finanziert, sondern durch Klicks auf "Werbeanzeigen" - also die obersten Suchanfragen. Früher habe ich diese Anzeigen immer gemieden, seit ich Ecosia habe klicke ich fast nur noch darauf, denn Werbung ist nicht immer nur negativ!
Ich habe Ecosia als Standardsuchmaschine in meinem Browser eingetragen, in Chrome geht das über Einstellungen → Suchmaschine → Suchmaschinen verwalten → "Ecosia" in die Suche eingeben und dann als Standardsuchmaschine festlegen. Bei anderen Browsern sollte das ähnlich funktionieren! Außerdem habe ich mir auf meinem Handy die Ecosia-App runtergeladen die ihr im App Store oder Play Store findet!

Zu einem Ökostromanbieter wechseln

Zu einem Ökostromanbieter zu wechseln klingt immer etwas kompliziert, aber letzten Endes müsst ihr nur einmal einem Ökostromanbieter Bescheid sagen, dass ihr wechseln wollt und dieser regelt dann den Rest für euch! Im bundesweiten Durchschnitt besteht der Strom aktuell zu 38% aus Ökostrom, 13% Atomstrom und 49% aus fossilen (und sonstigen) Energien. Durch einen Ökostromanbieter unterstützt ihr 100% Ökostrom. Mein Freund und ich sind bei Lichtblick und die Umstellung hat keine 5 Minuten gedauert, unser Tarif dort ist nicht teurer als zuvor bei Wattenfall und wir haben sogar eine Wechselprämie bekommen. Dabei hat Lichtblick sich komplett um die Kündigung des alten Stromanbieters gekümmert. Außerdem schützt Lichtblick nebenbei noch Regenwaldflächen in Ecuador und wir können jedes Jahr auf unserer Abrechnung sehen, wie viel CO2 wir gespart und wie viel Regenwald durch uns geschützt wurde.
Also einmal 5 Minuten von der Couch aus den Stromanbieter wechseln und dadurch CO2 sparen und eine gute Sache unterstützen - nichts einfacher als das.

Zu einer ökologischen Bank wechseln

Ich habe irgendwann festgestellt, dass der Unterschied zwischen herkömmlichen Banken und ökologischen Banken deutlich größer ist als ich gedacht hätte. Denn erstmal hatte ich das System der Banken nicht ganz durchdrungen und dachte mir Öko - was soll das bei einer Bank schon heißen? Tatsächlich heißt es, dass herkömmliche Banken häufig nicht wenig Geld in Kohleabbau, Chemiekonzerne und (Atom-)Waffenhandel investieren. Das sind keine Werte, die ich mit meinem Geld gerne unterstützen möchte, deswegen bin ich jetzt bei der ökologischen Bank Tomorrow.
Die Bank zu wechseln ist natürlich etwas aufwändiger, aber viele von uns haben jetzt ja auch gerade etwas mehr Zeit. Manche Banken bieten wie die Ökostromanbieter einen Wechselservice an, wodurch sich euer Aufwand reduziert. Ich hatte keinen solchen Wechselservice und bin daher einmal einen alten Kontoauszug durchgegangen und habe überall meine neue IBAN angegeben. Es lohnt sich also eine kleine Übergangszeit mit zwei Konten zu haben, bevor das alte geschlossen wird.
Um euch das finden der richtigen ökologischen Bank zu erleichtern habe ich vor einer Weile den Blogpost "Nachhaltige Banken - so verwaltest du dein Geld ökologisch" geschrieben, schaut einfach mal dort vorbei um die für euch passende Bank zu finden!

Einen "Keine Werbung"-Sticker aufhängen

Ok für diesen Tipp müsst ihr doch von der Couch aufstehen, aber nur ganz kurz, versprochen! Durch einen "Keine Werbung"-Sticker könnt ihr pro Jahr 33 kg Papiermüll sparen und damit die unnötige Rodung vieler Bäume verhindern! Einen "Keine Werbung"-Sticker könnt ihr entweder online bestellen oder im Grunde auch einfach nur "Keine Werbung" auf ein Blatt schreiben, ausschneiden und an den Briefkasten kleben. Und dann arbeitet der Sticker für euch.
Wenn ihr noch mehr Tipps zum Thema Werbepost sparen haben wollt, schaut mal in meinem Blogpost "Werbepost loswerden für die Umwelt - so geht's" vorbei - dort erzähle ich euch zum Beispiel auch was ihr tun könnt, wenn der "Keine Werbung"-Sticker ignoriert wird.

CO2-Fußabdruck kompensieren

Auch über CO2-Kompensation habe ich euch schonmal ausführlich berichtet, in meinem Blogpost "Alles was du über CO2 Kompensation wissen solltest". Dort habe ich vorallem über das kompensieren von Reisen gesprochen, das könnt ihr natürlich auch jetzt für vergangene Reisen tun. Was aber auch ein wichtiger Posten der CO2 Kompensation ist, ist das kompensieren des allgemeinen Fußabdrucks. Dieser berechnet sich aus Mobilität, Ernährung und "Haushalt" - also Energie, Heizen, ... In den Rechnern die ich kenne könnt ihr dafür ein paar Fragen beantworten und dann wird ein Durchschnitt berechnet und ihr könnt euren CO2-Fußabdruck für ein Jahr kompensieren.
Eine Kompensationsseite die das anbietet ist zum Beispiel Myclimate, bei denen am Ende ein Projekt ausgewählt werden kann, mit dem der Fußabdruck kompensiert wird. Mehr Organisationen findet ihr in meinem Blogpost über CO2-Kompensation.

Zu einem nachhaltigen Thema recherchieren

Mit diesem Tipp habt ihr sogar schon gestartet, denn ihr seid bereits hier auf meinem Blog am recherchieren zu Nachhaltigkeits-Themen. Gut informiert zu sein ist ein wichtiger Teil der Nachhaltigkeit und ich finde es sehr wichtig die richtigen Fakten zu kennen und sich mit Themen genau auseinanderzusetzen. Dank der Erfindung des Internets könnt ihr genau das auch von der Couch aus tun! Ich picke mir dafür immer gerne ein Thema raus, über das ich noch nicht so viel weiß wie zum Beispiel "Palmöl" oder "Rodung des Regenwaldes" und dann google ich erstmal. Nicht alle Quellen sind gut, aber ihr werdet schnell ein Gespür dafür bekommen, was gute Quellen sind. Zur Übersicht über ein Thema lese ich mir immer gerne Artikel von Utopia.de oder einer der bekannteren Naturschutzorganisationen wie dem WWF oder NABU durch. Außerdem lese ich immer gerne Blogs - vielleicht findet ihr auf meinem ja auch ein paar Themen in die ihr euch noch mehr reinlesen möchtet.

An ein Naturschutz-Projekt spenden

Zu guter Letzt lohnt es sich natürlich auch immer Geld an Naturschutzorganisationen zu spenden und damit tolle Projekte zu unterstützen. Deswegen mache ich noch eine kleine Liste mit schönen Dingen die ihr unterstützen könnt:

Eure Spendenbeträge müssen auch gar nicht hoch sein! Fast überall ist es auch möglich einfach nur 5€ oder einen ähnlich kleinen Betrag spenden. Jeder Beitrag zählt und ihr könnt auch mit kleinen Schritten die Welt - von der Couch aus - zu einem besseren Ort machen. Außerdem könnt ihr Spenden übrigens (häufig) von der Steuer absetzen.