3 einfache Wege, selbst Naturschutz zu betreiben

12. November 2016

Die Polkappen schmelzen, der Meeresspiegel steigt und immer mehr Naturkatastrophen passieren. Ich persönlich bin der Meinung, dass wir den Klimawandel nicht mehr aufhalten können. Er wurde zu lange ignoriert und Umweltschützer belächelt. Da kann man nur noch sagen: jetzt haben wir den Salat. Was ich allerdings glaube ist, dass wir ihn noch mildern können, allerdings nur wenn alle zusammen anpacken. Deshalb möchte ich dir heute drei Wege aufzeigen, wie auch du super einfach Umweltschutz im Kleinen betreiben kannst.

Müll-/ Plastikfasten

Unsere Gesellschaft produziert unheimlich viel Müll und der schlimmste davon ist wahrscheinlich Plastik, aber auch anderen Müll darf man nicht unterschätzen. Zigaretten Stummel brauchen 12 Jahre um in der Natur zersetzt zu werden, Plastiktüten mindestens 100 und Plastikflaschen 200 Jahre.
Eine Lösung für dieses Problem ist natürlich so wenig Plastik wie möglich zu verwenden. Früher ist der meiste Plastikmüll von mir beim Einkaufen entstanden: alles ist separat in Plastikhüllen verpackt. Ohne oder mit nur wenig Plastik einkaufen ist aber gar nicht so schwer, es geht vor allem um frische. Obst und Gemüse kann man lose ohne Verpackung kaufen, beim Metzger oder an der Käsetheke werden Sachen auch nicht in Plastik gehüllt, Jogurt gibt es z.B. von Landliebe auch in Mehrweg Gläsern, Getränke oft in Glasflaschen. So schlägt man vor allem zwei Fliegen mit einer Klappe, denn gesünder sind die beschriebenen Produkte oft auch noch. Zur Abrundung des ganzen nehme ich immer einen Stoffbeutel mit zum Einkaufen, damit ich am Ende nicht auch noch Geld für eine Plastik- oder Papiertüte ausgeben muss, die dann zuhause weggeschmissen wird.
In Kleiderläden die Plastikbeutel benutzen wie z.B. H&M sage ich immer "Nein danke" zur Tüte. Auch von Shampoo, Duschgel und Zahnpasta gibt es inzwischen genügend umweltfreundlichere Varianten. Beispielsweise Alverde stellt seine Duschgelverpackungen aus Recyclingmaterial her und bei Lush gibt es sowieso fast alles ohne Plastikverpackung. Aber darauf werde ich in einem Extra Post zum Thema Kosmetik nochmal eingehen.
Zu guter letzt möchte ich noch etwas zu den Papiertüten sagen, die inzwischen bei Rewe und anderen Supermärkten über die Ladentheke wandern. Versteht mich nicht falsch, es ist schon ein großer Schritt, dass die Plastiktüten abgeschafft wurden, aber auch hier gibt es einen Haken. Eine solche Papiertüte muss nämlich mindestens 4x genutzt werden um umweltfreundlicher zu sein, als eine Plastiktüte. Das liegt vor allem am Herstellungsaufwand. Somit sind auch diese Tüten mit Vorsicht zu genießen, am besten ist immer noch der gute alte Baumbeutel, den man immer wieder verwendet.
Insgesamt ist Reusing und die Vermeidung von vorn herein besser als Recycling. Aber am wichtigsten ist es, darauf zu achten, dass der Müll nicht auch noch in der Natur landet.

CO2 Fußabdruck reduzieren

Wir alle haben einen sogenannten CO2 Fußabdruck, welcher dafür steht, wie viel Kohlendioxid ein Mensch sich 'zu schulden kommen lässt'. Dieser wächst stetig durch Auto fahren, fliegen und co. aber auch durch das nutzen von Energie die durch Kohle- oder Atomkraft entstanden ist. Insgesamt gibt es viele Wege, wir wir uns CO2 zu Schulden kommen lassen und es gibt wohl keinen Mensch, dessen Fußabdruck nicht vorhanden ist.
Aber auch hier kann man durch einfache Mittel etwas bewegen. Stelle dir einfach folgende Fragen:
Muss ich wirklich jeden Tag das Auto zur Arbeit/ Schule/ Uni nehmen? Oder könnte ich auch mal mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln fahren?
Kann ich innerhalb Europas nicht auf das Fliegen verzichten? Wir haben ein sehr gutes Bahnnetz mit dem man europaweit fast überall hinkommt. Und die Bahn ist wohl die umweltfreundlichste Art zu Reisen.
Tun mir ein paar Euro mehr für Strom aus erneuerbaren Energien wirklich weh? Oder kannst ich es doch verkraften?
Muss meine Kleidung, dein Essen und andere Produkte wirklich aus China importiert werden, oder kann ich das alles auch lokal kaufen?
Es gibt noch viel mehr Fragen, aber wenn man ein bisschen darüber nachdenkt, fallen einem viele Wege ein, wie man den Fußabdruck möglichst klein halten kann. Deutschland ist was das angeht sowieso schon weit vorn und wir haben z.B. die Möglichkeit, erneuerbare Energien zu nutzen und zur Kernkraft "Nein danke" zu sagen.

Hör auf (Rind-)Fleisch zu essen

Gleich vorweg ich bin selbst keine Vegetarierin und tue mich sehr schwer damit kein Fleisch zu essen. Allerdings esse ich so wenig Fleisch wie möglich. Der Hintergrund: Fleisch und zwar vor allem Rindfleisch ist ein großes Problem für unsere Umwelt. Zumindest so wie wir es gerade konsumieren, nämlich Massentierhaltung. Kühe fressen Soja, für die Monotonen Plantagen wird der Regenwald abgeholzt oder sogar abgebrannt, was eine Menge CO2 freisetzt. Außerdem produzieren Kühe viel Methan, was für unsere Atmosphere noch schädlicher ist als CO2.
Eine Alternative zum Rindfleisch ist natürlich die vegetarische oder vegane Ernährung, ich persönlich vertrage kein Soja und daher fällt mir das sehr schwer. Außerdem möchte ich nicht immer und überall eine Extrawurst brauchen und mich total zurücknehmen. Ich bewundere Vegetarier und Veganer sehr, dafür was für ein starkes Durchhaltevermögen sie besitzen. Mein Mittelweg und ein Vorschlag für jedermann ist Fleisch zu meiden, also einfach so wenig wie möglich davon zu essen. Wie wäre es zum Beispiel damit mehrere vegetarische oder auch vegane Tage in der Woche einzuführen?
Wenn ich Fleisch esse, dann vor allem Hühnchen und etwas Schwein. Rindfleisch gibt es nur ab und zu mal auf einem Burger. Außerdem gibt es viele vegetarische Gerichte die ich wirklich sehr lecker finde und bei denen es mich gar nicht stört auf Fleisch zu verzichten.