Wellnessurlaub in Brandenburg - Reisetagebuch

24. Januar 2019

[Unbezahlte Werbung] Im Januar habe ich bisher noch nie Urlaub gemacht, aber dieses Jahr hat es sich einfach angeboten: eine kleine Auszeit zwischen meinem Praktikum und dem Beginn meiner Bachelor-Arbeit. Und nicht nur der Monat war ein Erstes sondern auch die Art des Urlaubs: ein Wellnessurlaub. Über Ecken der Internet-Recherche bin ich auf ein Natur- und Ayurvedaresort in Brandenburg gestoßen. Normal erzähle ich euch in den Reisetagebüchern nicht unbedingt in welchem Hotel ich war und all solche Dinge, weil ich keine unnötige Werbung machen möchte, aber da diesesmal das Hotel die Hauptattraktion war, werde ich den Namen auch nennen. Seid also auf der Hut vor unbezahlter und ehrlich gemeinter Werbung. Genug Formalitäten, jetzt beginne ich endlich zu erzählen:

Ihr wisst ja schon, dass mein Freund und ich große Fans von Urlaub innerhalb Deutschlands sind, letztes Jahr ging unser Sommerurlaub nach Rügen und auch sonst haben wir schon viel unsere nähere Umgebung erkundet. Dieses mal ging es also nach Brandenburg an den Senftenberger See ins Hotel "Seeschlösschen". Wie immer sind wir mit dem Zug gefahren und waren dabei besonders überrascht, wie günstig die Fahrt mit gerade mal ungefähr 40€ pro Person (hin und zurück) war. Wir mussten zwar zweimal zwischendurch umsteigen - einmal in Berlin und dann noch in einem winzigen Ort in Brandenburg -, aber die Fahrt hat trotzdem nur 4 Stunden gedauert und es hat alles super geklappt.
Im Hotel angekommen war ich erstmal begeistert von unserem tollen Zimmer mit freistehender Badewanne und viel Holz. Generell fand ich das Hotel total schön und gemütlich eingerichtet, es waren wohl viele Vintage Möbel und auch wenn alles etwas zusammengewürfelt war, war es zusammen stimmig.

Dann sahen die Tage alle recht ähnlich aus: Wellness, Natur & Essen. Das Hotel hat einen großen Wellness-Bereich mit Saunen und einem Indoor-Pool mit Kamin. Wir haben tatsächlich die meiste Zeit im Wellness-Bereich verbracht, denn am Pool konnte man total entspannt liegen und lesen. Der Wellness-Bereich des Hotels ist empfohlen ein FKK-Bereich und mit super gemütlichen Bademänteln. Für mich war auch das ein Erstes, aber ich fand das total angenehm. Generell habe ich das Gefühl, dass ein entspannter Umgang mit Nacktheit einfach dazu beiträgt ein höheres Selbstwertgefühl zu bekommen und seinen Körper mehr zu schätzen, so wie er ist. Und FKK zeigt doch ganz gut, dass nicht alle Leute den perfekten Körper haben, so wie das in Werbung gerne suggeriert wird, und das auch vollkommen in Ordnung und schön ist.
Auch in der Sauna war ich vor diesem Urlaub noch nie und war deshalb ganz glücklich, dass es auch eine geeignete Sauna für Anfänger gab, die mit ca. 60° nicht zu heiß war. Aber auch in die Finnische Sauna mit über 90° habe ich mich mal getraut, die etwas kältere war aber eher mein Favorit. So ganz verstehen, warum viele Leute nach der Sauna gerne eiskalt duschen oder in kaltes Wasser springen konnte ich nicht - ich bin wohl einfach zu Wärme liebend. Für mich ging es jeden Falls nach der Sauna unter die lauwarme Dusche und dann in den warmen Indoor-Pool. Ich bin generell ein totaler Fan vom Schwimmen und habe das auch die ganze Woche über viel gemacht. Mit dem Kamin direkt am Pool war dort eine schöne, entspannte Atmosphere.

Massagen oder andere Anwendungen haben wir uns nicht gegönnt, durch Sauna, Pool und viel Zeit waren wir sowieso schon so entspannt, dass es uns das Geld nicht unbedingt wert war. Etwas schade fand ich, dass selbst Yoga super teuer war, ich hätte es schön gefunden, wenn es erschwingliche Yoga Stunden gegeben hätte, weil ich aktuell zuhause recht viel Yoga mache.
Und jetzt zum Essen, denn davon war ich besonders begeistert: In unserer Halbpension war Frühstück und Abendessen inklusive und so gab es jeden Abend ein richtig leckeres 4-Gänge Menü für uns. Alle Gänge waren immer recht abwechslungsreich und ich konnte einige Dinge probieren, die ich vorher noch nie gegessen habe, zum Beispiel Beef Tatar oder Jakobsmuscheln. Auch das Frühstücks Buffet war recht groß und hatte viel Auswahl. Mittagessen haben wir uns in der Regel gespart und einfach spät gefrühstückt.
Außerdem waren wir jeden Tag am Senftenberger See spazieren - ein riesengroßer See direkt am Hotel. Der See ist ein ehemaliges Braunkohleabbaugebiet, das renaturiert wurde - trotzdem war der See sehr schön. Auf unseren Spaziergängen haben wir immer fleißig Müll gesammelt. Vor allem Silvestermüll hat das Ufer verschmutzt und auch wenn es nicht unser Müll ist, so ist es unser aller Natur und ich nehme lieber Müll von anderen Leuten mit, als sehen zu müssen wie das alles in unseren Gewässern landet.

Vor dem Urlaub hatte ich etwas bedenken, dass uns bei einer Woche Wellnessurlaub irgendwann langweilig werden würde, aber ich muss sagen, dass war definitiv nicht der Fall. Es war wirklich mal sehr entspannend, im Urlaub mal nicht so viel zu machen und stattdessen zu entspannen und viel zu lesen. Immerhin ein ganzes Buch habe ich im Urlaub fertig bekommen: "To kill a mockingbird" von Harper Lee, ein toller Klassiker. Normal brauche ich immer ewig zum lesen eines Buchs, da ich mir einfach nicht die Zeit nehme.

Habt ihr schonmal einen Wellnessurlaub gemacht? Wenn ja, wie hat es euch gefallen? Noch mehr Reisetagebücher findest du hier.