10 Tage auf Kreta - Reisetagebuch

27. April 2022

Lesezeit: ~ 7min

Nach dem verrückten letzten zwei Jahren habe finde ich, habe einen richtigen Urlaub wirklich verdient - Natur, Wärme, Strand, Meer. Dieses Jahr haben wir uns entschieden mal wieder in ein mediteranes Land zu reisen und zwar nach Griechenland, um genauer zu sein auf die Insel Kreta. Ich war noch nie im Frühling in einem mediteranen Land und es war wirklich toll, die sonst sehr trockene Landschaft mal grün und mit jede Menge Blumen zu sehen. Wir haben über Ostern 10 Tage auf der Insel verbracht und einige schöne Ausflüge, aber auch entspannte Strandtage gemacht. Hier im Reisetagebuch erzähle ich dir wo wir waren, was meine Kreta Highlights sind und wie viel uns die Reise gekostet hat.

Unsere Reise (Kurzzusammenfassung & Route)

Wir haben uns entschieden auf der Insel zwei Stationen zu machen - damit wir etwas mehr sehen, aber nicht gleich einen Roadtrip machen müssen und ständig im Auto sitzen. Die ersten Tage haben wir in Plakias verbracht, einem kleinen Dorf an der Südküste. Dann ging es weiter nach Matala - einem bekannten Hippi-Dorf auch direkt am Meer, auch an der Südküste (siehe Karte).

Danke an OpenStreetMap für die zugrundeliegende Karte

Ankunft

Geflogen sind wir am Karfreitag früh morgens, wodurch wir schon gegen 11 Uhr in Heraklion angekommen sind. Dort haben wir uns direkt ein Auto von einer griechischen Autovermietung geholt - das Auto haben wir direkt über die griechische Webseite von ok mobility gebucht und es war preislich einfach unschlagbar (den genauen Preis findest du weiter unten in der Zusammenfassung unserer Ausgaben). Die Straße nach Plakias führt lange an der Nordküste entlang und geht dann durch die Berge in den Süden. Auf dem Weg haben wir unseren einigen Zwischenstop an der Nordküste gemacht und dort eine Taverne besucht - was tatsächlich gar nicht so einfach war, weil viele noch geschlossen hatten.


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Plakias

Unser Hotel in Plakias war direkt am Strand und wir hatten in unserem Zimmer einen kleinen Balkon mit Meerblick. Die ersten Tage unserer Reise war es noch etwas kühl, aber wir haben trotzdem immer den ganzen Tag draußen verbracht und im Hotel einfach noch ein paar extra Decken zum Schlafen bekommen. Auch unser Frühstück im Hotel gab es immer draußen, direkt am Meer unter ein paar Bäumen, was wirklich traumhaft schön war. Plakias war auch ein hübscher kleiner Ort, mit einigen Tavernen direkt am Meer - wir waren allerdings in der Nebensaison dort, daher ist es schwierig abzuschätzen ob der Ort im Sommer touristischer ist. Jedenfalls sind uns dort keine großen Hotel ausgefallen und wir konnten am Strand schön spazieren gehen. Plakias war außerdem ein super ausgangspunkt für einige Tagesausfluge, wir sind mehrfach zu Fuß in die Berge hinter Plakias gewandert, wo schöne Bergdörfer mit Blick, Olivenheine und Natur sind.

Matala

Dienstags ging es dann weiter nach Matala. Auf dem Weg haben wir uns noch Agia Galini angeschaut - eine malerisch an der Küste liegende Kleinstadt. Matala war touristischer als Plakias mit mehr Shops für Touristen, vielen Tavernen und Bars. Das Dorf an der Küste ist bekannt für die Höhlen in denen mal Hippies gelebt haben - daher auch der eher alternative, "Hippie"-Ruf des Dorfs. Unser Hotel war in einer etwas ruhigeren Straße und super schön gestaltet, mit einem tollen Bereich draußen zum Frühstücken und einem nachhaltigeren Konzept - less waste Frühstück und gefiltertes Wasser zum abfüllen in Edelstahlflaschen.
An unseren Tagen in Matala war es schon deutlich wärmer, wir haben einige Strandtage eingelegt und waren auch mehrfach im Mittelmeer schwimmen. Ein paar kleinere Ausflüge ins Umland haben wir aber auch gemacht.

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Meine Kreta Highlights

Palmenstrand Preveli

Gleich an unserem zweiten Tag haben wir den Palmenstrand in Preveli besucht. Dort mündet ein kleiner Fluss ins Meer und um den Fluss herum wachsen Palmen - eine richtige Oase und man fühlt sich dort wie auf Hawaii oder in der Karibik. Wir hatten an dem Tag Glück, da es morgens als wir los sind bewölkt war und den Ort fast für uns alleine hatten.
Es gibt dort einen Parkplatz am Berg, von dort aus geht es zu Fuß weiter - ein etwas steilerer Abstieg für den man nochmal 20-30 Minuten einplanen sollte. Auch an dem Fluss kann man nochmal eine Weile laufen, wir sind so weit gelaufen bis es nicht mehr weiterging und haben dort gebadet - das Wasser war zwar noch recht kalt, aber so schön klar und einladend. Es gibt auf dem Weg einige gute Badestellen.

Bergdorf Sellia

Von Plakias aus hatten wir immer einen tollen Blick auf die Berge und die daran liegenden Bergdörfer. Wir sind in unserer Zeit auf Kreta zu zwei Bergdörfern gewandert, mein Highlight war Sellia. Die Wanderung dauert etwa 45 min - 1 h und geht ordentlich Berg auf. Es gibt zwei verschiedene Wege, wir sind hoch den etwas befestigteren Weg gelaufen, der dafür aber auch weniger natürlich war und nach unten einen schönen Feldweg durch die Olivenheine und immer mal wieder an einem Bach entlang. Vom Dorf selbst hatten wir einen tollen Blick auf das Meer und Plakias. Außerdem war es ein wirklich schönes griechisches Bergdorf und es lohnt sich wirklich dort ein bisschen durch die Gassen zu schlendern.

Red Beach

Direkt in der Bucht neben Matala liegt der Red Beach. Dieser ist nicht mit dem Auto (oder anderen Verkehrsmitteln) erreichbar, sondern nur über einen recht abendteuerlichen Pfad an Matala angebunden. Es gibt verschiedene Wege mit verschiedenem Schwierigkeitsgrad, aber festes Schuhwerk (am besten Wanderschuhe) ist auf jeden Fall empfehlenswert. Auf dem Weg gibt es schöne Aussichtspunkte auf Matala und das Meer. Die Wanderung dauert etwa 20 - 30 min.
Der Strand selbst hat einen rötlichen Sand, weshalb er Red Beach genannt wird. Dort gibt es nicht viel außer einer kleinen Hippie-Strandbar - wo Yannis angeblich den besten Mojito der Welt serviert. Hier haben wir auch einige male gebadet und die Bucht ist wirklich malerisch.

Restaurant Minoan Parassies

Kurz vor Abreise haben wir durch eine kleine Verkettung an Zufällen eine Taverne entdeckt, wo wir nicht nur wunderschön unter alten Olivenbäumen im freien Essen konnten, sondern auch das beste griechische Essen, das wir je gegessen haben, bekommen haben. Minoan Parassis liegt in der Nähe des Dorfs Kamilari (nahe Matala) und ist familiengeführt. Alle dort waren sehr herzlich und das Essen einfach traumhaft gut mit frischen und vielen selbstproduzierten Zutaten - sehr empfehlen kann ich die Vorspeisenplatte und das vegetarische Moussaka (allerdings wechselt die Karte). Wir waren zwei mal dort essen, einmal Mittags und einmal an unserem letzten Abend und beide male waren wirklich toll.
Vom Restaurant aus haben wir noch einen kleinen Verdauungsspaziergang gemacht, in der Nähe befindet sich nämlich ein sehr alter Olivenbaum, der schon 2.800 Jahre alt ist.

Zusammenfassung unserer Ausgaben

  • 576 € für Hin- und Rückflug (HAM <-> HER)
  • 47 € für CO2 Kompensation der Flüge (1,7 t via myclimate)
  • 258 € für 4 Nächte im Hotel Alianthos Beach in Plakias
  • 329 € für 5 Nächte im Hotel Die Zwei Brüder in Matala
  • 188 € für einen kleinen (Hybrid) Mietwagen für 10 Tage
  • 73 € für Sprit auf geschätzten 355 km Strecke
  • 3 € für CO2 Kompensation der Autofahrt (0,099 t für via myclimate)

Insgesamt hat uns der Urlaub also 1474 € gekostet, also pro Person 737 € für 10 Tage auf Kreta. Essen und Trinken habe ich wie immer nicht eingerechnet, weil es mir etwas zu aufwändig ist das alles zu zählen und ich natürlich auch zuhause etwas gegessen hätte. Uns ist aufgefallen, dass Essen (gehen) auf Kreta recht günstig ist - zumindest in den Gegenden wo wir unterwegs waren. Und die Menschen dort sind sehr gastfreundlich - in jeder Taverne haben wir zusätzlich zum bestellten Essen einen "Gruß aus der Küche" (vor dem Essen), einen Nachtisch und eine Karaffe Raki bekommen.

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