Unser erstes Gartenjahr & was wir fürs nächste Jahr gelernt haben

26. Februar 2020

Lesezeit: ~ 4min

Letztes Jahr im Juni haben mein Freund und ich recht spontan ein Beet in einem Gemeinschaftsgarten bekommen. Wir waren beide schon immer interessiert am Gärtnern, aber in der Großstadt wirkte das immer als nicht so praktikabel, bis wir das Konzept Gemeinschaftsgarten entdeckt haben. Seitdem haben wir also unser 8-10m2 großes Beet und probieren uns ordentlich am Gärtnern aus. Ich möchte heute einmal auf das Jahr 2019 zurückblicken, was wir gut hinbekommen haben und was weniger gut und wie wir 2020 aus unseren Fehlern lernen werden.
Falls ihr erstmal noch mehr über das Beet und den Gemeinschaftsgarten erfahren wollt, schaut mal im Blogpost "Unser Beet im Gemeinschaftsgarten" vorbei.

Pflanzen

Mit Pflanzen von ebay-kleinanzeigen und vom Wochenmarkt haben wir unser Beet letztes Jahr recht schnell recht voll bekommen und dabei haben einige definitiv besser funktioniert als andere. Am Ertragreichsten waren unsere Zucchini- und unsere Chilipflanze. Von den Chilis haben wir selbst jetzt noch ein paar handvoll getrocknete zuhause. Die Chilipflanze hat außerdem mit großer Wahrscheinlichkeit den Winter überlebt und kann uns damit nächstes Jahr auch weiter begleiten. Nicht so gut funktioniert haben vor allem die Kürbispflanzen - wir hatten 2 Hokkaido- und 1 Butternut-Kürbisse. Die drei Pflanzen sind zwar total riesig geworden, aber letzten Endes hatten wir nur einen einzigen Kürbis, der auch nicht besonders groß war.
Die Tomaten-Pflanzen fanden es auch nicht so toll bei uns, ich vermute, dass der Sommer einfach zu kalt war. Beim Nachreifen haben wir dann noch einige rot bekommen, aber insgesamt war die Ernte nicht sehr groß. Tomaten wollen wir dieses Jahr trotzdem nochmal ausprobieren, aber mit weniger Pflanzen.

Planung und Pflanzen vorziehen

Im letzten Jahr haben wir so spät mit dem Beet angefangen, dass wir weder viel Zeit zum Planen hatten, noch hätte es sich gelohnt die Pflanzen zu dem Zeitpunkt noch selbstzuziehen. Wir haben sie dann letzten Endes auf dem Wochenmarkt und auf ebay Kleinanzeigen gekauft und dann möglichst sinnvoll im Beet angeordnet - das Planen hätte aber schlecht geklappt, da wir nicht genau wussten welche Pflanzen wir noch irgendwo bekommen werden.
Dieses Jahr gehen wir das Thema deswegen früher an und haben uns schon einen ungefähren Plan zusammengestellt, was wir im Beet wo pflanzen wollen und vor allem wann wir es pflanzen oder mit dem Vorziehen beginnen. Wir haben schon einige Samen eingekauft und das erste Pflänzchen ist auch schon in Arbeit - ein Knoblauch.
Außerdem haben wir uns in 2019 bei einigen Pflanzen ziemlich mit der Größe verschätzt. Als wir die kleinen Pflänzchen eingepflanzt haben sah alles so luftig aus und dann ist es am Ende doch zu wenig Platz gewesen. Einige Pflanzen mussten wir deswegen später nochmal umpflanzen, weil die Kürbispflanzen so riesig geworden sind.

Natürlich Düngen

Wir hatten ein ziemliches Problem mit Schnecken und so habe ich einige Hausmittel ausprobiert, die Schnecken abhalten sollten. Gegen die Schnecken waren sie nicht sehr wirksam, aber dafür habe ich im nachhinein erfahren, dass es sich um guten (natürlichen) Dünger handelt: Kaffeesatz und Eierschalen. Ich weiß nicht genau ob es nun am Düngen lag oder an anderen glücklichen Gegebenheiten, aber unser Beet wurde im Laufe des Jahres schnell zu einem kleinen Urwald und ein unmittelbarer Beet-Nachbar hat uns mehrfach gefragt, was unser Trick ist, weil sein Beet nicht halb so gut ging.
Dieses Jahr sind wir deswegen schon ordentlich am Sammeln und haben auch schon die erste Portion Kaffeesatz (& Teesatz) und Eierschalen im Beet untergehoben. Kaffeesatz könnt ihr in größeren Mengen kostenlos in Cafés bekommen, weil diese ihn meistens nur wegschmeißen. So hatte ich letzten Sommer immer ein großes Glas dabei und habe es mir in Cafés füllen lassen. Außerdem sammeln wir zuhause (bereits verwendete) Teeblätter von nicht aromatisierten Tees wie schwarzem Tee und grünem Tee. Eierschalen haben wir nur ein paar genommen, weil diese sich nicht so schnell zersetzen.