Dresden & Elbsandsteingebirge - Reisetagebuch

15. Mai 2019

Es wird Frühling und damit kommt endlich auch die perfekte Reisezeit. Nachhaltig Leben zu wollen bedeutet dabei für mich nicht, dass ich nichts mehr erleben und sehen kann, sondern nur mich auch vor der eigenen Tür nach schönen Orten umzusehen. Daher ging es ein weiteres Mal für meinen Freund und mich für ein paar Tage in den Osten Deutschlands, dieses mal nach Dresden und ins Elbsandsteingebirge.

Tag 1 - Dresden

Obwohl Dresden in Deutschland und eigentlich nicht besonders weit weg ist, war ich noch nie dort und auf dem Weg ins Elbsandsteingebirge hat es sich einfach angeboten, dort noch einen Zwischenstopp einzulegen. Unseren ersten Tag haben wir also nach ca. 4 Stunden Bahnfahrt mit dem Eurocity in Dresden verbracht. Wir hatten total Glück mit dem Wetter und auch wenn man bei nur einem Tag Zeit sicherlich nicht alles sehen kann, war ich begeistert von den schönen Gebäuden in der Innenstadt und wie nah alles aneinander liegt. Angeschaut haben wir uns erstmal den Zwinger, die Semperoper und den Fürstenzug. Dann ging es zur Frauenkirche und auf deren Turm, wo wir auch einen sehr schönen Blick über die Stadt genossen haben. Gegen Abend waren wir dann noch auf den Brühl’schen Terrassen und dann schließlich bei Brauhaus Watzke Abendessen.

Tag 2 - Schloss Moritzburg

Mein persönliches Highlight war unser Ausflug zum Schloss Moritzburg am zweiten Tag. Das Schloss Moritzburg ist ein wunderschönes See-Schloss, dass schon lange ganz oben auf meiner Bucket-List steht. Mit dem Bus waren wir aus Dresden in knapp einer halben Stunde in Moritzburg und sind dort erstmal eine Runde um den See spaziert. Danach haben wir uns noch die Ausstellung im Schloss angeschaut - diese fand ich allerdings für den recht hohen Eintrittspreis nicht besonders toll. Ein paar schöne Räume im Schloss gab es aber schon und da es ein Jagdschloss ist, hing alles voller beeindruckender Geweihe. In Echt ist das Schloss noch beeindruckender als auf Bildern und es hat sich definitiv gelohnt dort hinzufahren - ein richtiges Märchenschloss.
Am späten Nachmittag des zweiten Tages ging es dann mit dem Regional-Zug weiter zum Kurort Rathen mitten in der Sächsischen Schweiz, wo wir den restlichen Urlaub verbracht haben.

Tag 3 - Bastei

Den Ort Rathen habe ich als Standort für unser Hotel ausgesucht, da er nicht zu groß ist und total schön liegt. Der Ort wird mittig von der Elbe geteilt und man kann mit einer Fähre von einer Seite zur Anderen fahren. Auf der Seite unseres Hotels war alles schon recht hügelig und man konnte direkt los auf die Bastei wandern. In welchem Hotel genau wir waren möchte ich hier nicht nennen, da ich nicht so begeistert davon war. Aber es gibt im Ort einige Hotels und die Lage war wirklich toll.
An unserem dritten Tag sind wir direkt nach dem Frühstück los um auf die Bastei zu wandern - ein Teil des Elbsandsteingebirges, auf dem sich die bekannte und super schöne Basteibrücke befindet. Die Wanderung war dafür, dass ich das wandern nicht gerade gewohnt bin, ziemlich entspannt und total schön durch den Wald, mit immer mal wieder einem schönen Blick auf die Elbe. Wir waren recht schnell oben bei der Basteibrücke und schockiert wie voll es dort mit Touristen war - der Wanderweg war nämlich recht leer, aber irgendwer ist auf die Idee gekommen einen Parkplatz neben die Basteibrücke zu bauen und so sind alle mit dem Auto direkt dorthingefahren. Wegen der vielen Touristen war ich ehrlich gesagt etwas enttäuscht von der Basteibrücke, es war einfach viel zu voll und hat die schöne Natur gestört.
Wir haben die Brücke also recht schnell hinter uns gelassen und sind dann durch die Schwedenlöcher - eine Art Schlucht - zum Amselsee gewandert. Umso weiter weg von der Brücke um so leerer wurde es wieder und man konnte wieder die schöne Natur genießen. Vom See konnten wir direkt zurück ins Dorf laufen und hatten so quasi einen Rundweg gemacht. Außerdem gibt es dort hinter dem See eine schöne Forellen-Räucherei mit dort gefangenen Forellen, die wirklich lecker und ein super Essen nach so einer Wanderung waren.

Tag 4 - Festung Königstein

Nur eine Bahnstation hinter Rathen liegt Königstein, ein weiteres kleines Dorf im Schatten der Festung Königstein. An unserem vierten Tag sind wir so mit dem Zug nach Königstein gefahren und dann zu Fuß zur Festung gewandert. Die Festung ist ziemlich beeindruckend, da sie direkt in den Sandstein gebaut wurde, sehr hohe Mauern hat und eine recht große Fläche einnimmt. Auf der Festung oben zahlt man wie immer in Deutschland wieder ordentlich Eintritt und kann dann den Blick genießen und einige Ausstellungen in einzelnen Häusern der Festung anschauen. Ich fand besonders den Blick ins Tal und auf den Berg Lilienstein sehr beeindruckend, sowie die Konstruktion der Mauern direkt im Fels.
Nach der Wanderung rauf und runter von der Festung haben wir uns noch einen Tee und einen Windbeutel in einem Cafe in Königstein gegönnt und dann ging es zurück nach Rathen und in die Sauna unseres Hotels.

An unserem Abreisetag hat es leider stark geregnet und außer einem kleinen Spaziergang konnten wir nicht mehr viel nach draußen. Deswegen sind wir dann etwas früher zurück nach Dresden gefahren um dort noch Essen zu gehen und dann ab in den Eurocity und zurück nach Hamburg.