Nachhaltiger Adventskalender - DIY, Füllung und Tipps zum Kauf

20. November 2019

Lesezeit: ~ 5min

Mit den Jahren scheint Weihnachten immer mehr zum Fest des Konsums geworden zu sein, als zum Fest der Liebe, der Familie und der Besinnlichkeit. Mit einigen Blogposts habe ich mich schon von dem Konsumfest distanziert und Tipps dazu gegeben, Weihnachten nachhaltiger zu gestalten. Heute steht mal die Vorweihnachtszeit im Fokus und zwar konkret das Thema Adventskalender - egal ob für Erwachsene oder für Kinder. Dazu mal eine kleine Geschichte, die mich richtig wachgerüttelt hat: bis vor einem Jahr habe ich eine Kindergruppe für die Naturschutzjugend betreut, wir haben uns jeden Montag für 2 Stunden getroffen und die Kinder waren in einem Alter von 6-12 Jahren (die meisten aber eher im jüngeren Bereich). Soviel zum Rahmen der Geschichte, vor ziemlich genau 2 Jahren in der Vorweihnachtszeit habe ich ein Gespräch von den Kids belauscht, in dem sie sich darüber gebattelt haben, wer die tollsten und vor allem die meisten Adventskalender hat. Das Mädchen mit den meisten Adventskalendern hatte 5 (!!!) und da ist mir erstmal die Kinnlade runtergeklappt. Ein 8 jähriges Mädchen mit 5 Adventskalendern?
Ich hatte als Kind immer einen Adventskalender, den meine Mutter liebevoll selbst gebastelt und befüllt hat und dieser hat mich jedes Jahr unglaublich gefreut. Heute möchte ich meine nachhaltigen und weniger konsum-geprägten Adventskalender-Ideen mit euch teilen, sowohl zu der Befüllung, als auch zum Adventskalender selbst.

Adventskalender

Einmal- vs. Wiederverwendbare Adventskalender

Am aller tollsten finde ich Adventskalender die immer wiederverwendet werden können. Meine Mutter hatte früher je einen Adventskalender für mich und einen für meine Schwester, die sie selbst genäht und gebastelt hat. Die "Geschenke" waren in kleinen Säckchen verpackt und die Zahlen sowie ein Weihnachtsmuster darüber gestickt. Jedes Jahr gab es diesen Kalender und ich habe ihn wirklich geliebt. Nun ist meine Mutter auch sehr handwerklich begabt und kann sowohl sehr gut nähen als auch sticken. Solche wiederverwendbaren Adventskalender gibt es aber auch zu kaufen und ich kann es euch empfehlen wenn ihr zum Beispiel kleine Kinder habt, die jedes Jahr einen Adventskalender bekommen sollen. (weitere Tipps gibt es im Punkt: Adventskalender kaufen).
Auch "Einmal-Adventskalender" könnt ihr möglichst nachhaltig gestalten, das bietet sich zum Beispiel an, wenn es nicht absehbar ist ob es nächstes Jahr wieder einen Kalender geben wird. Ich habe meinem Freund vor zwei Jahren einen gebastelt, der mit nur vier Bastel-Materialien ausgekommen ist: ein Stock aus dem Wald, Juteband, die Zahlen 1-24 aus Filz und schonmal verwendetes Packpapier. Die Befüllung habe ich zu kleinen Päckchen im Packpapier verpackt, die Filzzahlen draufgeklebt und mit dem Juteband an den Stock gehängt. Die Filzzahlen habe ich auch aufgehoben, um sie nochmal wiederzuverwenden.

DIY Adventskalender

Auf Pinterest gibt es super viel Inspiration zum basteln von Adventskalendern - sowohl zum einmal nutzen, als auch für Wiederverwendbare. Um das Ganze aber auch möglichst nachhaltig zu gestalten achtet auf folgende Punkte:

  • möglichst nur Naturmaterialien verwenden und Kunststoffe vermeiden
  • möglichst wenig neu kaufen & Materialien wiederverwenden (also z.B. Second Hand Stoffe, altes Pack-/ Geschenkpapier)
  • bei wiederverwendbaren Adventskalendern auf Qualität aller verwendeten Materialien setzen (lieber einmal etwas mehr ausgeben und dafür für immer weiterverwenden)

Adventskalender kaufen

Wenn ihr statt selbst zu basteln lieber einen fertigen Adventskalender kaufen möchtet, habe ich auch noch einen Tipp für euch: auf gängigen Second Hand Plattformen wie ebay-kleinanzeigen gibt es viele Adventskalender zum selbstbefüllen zu kaufen, so könnt ihr die Lebenszeit eines schon gebrauchten Adventskalender verlängern und auch noch jede Menge Geld sparen.
Vom Kaufen von fertigen Adventskalendern von irgendwelchen Marken würde ich euch abraten, diese sind meistens ein totaler Verpackungswahnsinn und maßlos überteuert. Natürlich ist es aufwendiger einen Adventskalender selbst zu befüllen, aber die beschenkte Person wird sich auch hundertmal mehr darüber freuen, als über irgendeinen 0815-Adventskalender von Karstadt.

Nachhaltige Füllung

Dinge die sich verbrauchen

Am liebsten mag ich in Adventskalendern Dinge ,die sich verbrauchen, wie Essen und Hygieneprodukte - also nichts zum rumstehen und einstauben. Bei Lebensmitteln achte ich sehr darauf, dass sie Bio-Qualität haben und bei allem Kosmetik-Krams kaufe ich nur Naturkosmetik. Außerdem könnt ihr bei selbstgemachten Adventskalendern toll Verpackung sparen, indem ihr die Sachen möglichst unverpackt oder mit wenig Verpackung einkauft und den Kalender im Anschluss einfach wascht, falls doch mal etwas dreckig wird.
Für Adventskalender kann man auch toll aus einer Sache viele machen z.B. wenn ihr eine Seife in mehrere kleinere Stücke schneidet oder eine Packung losen Tee in kleine Beutel umfüllt.
Hier ein paar Ideen für Dinge, die sich verbrauchen, die ihr super in den Adventskalender packen könnt:


  • Tee
  • Süßkram (z.B. Pralinen, Schokolade, Plätzchen)
  • Seife
  • Badezusätze
  • Nüsse (z.B. Walnüsse mit Schale)
  • (Bienenwachs-) Kerzen
  • festes Shampoo
  • Bienenwachstücher
  • trocken Obst (z.B. Datteln)

Gutscheine

Was ich auch super gerne in Adventskalendern mag sind kleine Gutscheine für gemeinsame Erlebnisse oder gemeinsame Zeit - denn was gibt es kostbareres? Auch hier habe ich ein paar Ideen für euch zusammengeschrieben:


  • 1 Kugel Eis
  • 1x massiert werden
  • 1x Film aussuchen
  • 1x Kaffee trinken gehen
  • 1x Bier trinken gehen
  • 1 Crepes/ Waffeln
  • 1x Riesenrad fahren
  • 1 Stück Kuchen
  • 1x bekocht werden
  • 1 (Wald-)Spaziergang
  • 1x nicht auträumen/ putzen/ spülen müssen

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