Holunderblüten Rezepte & Tipps zum sammeln

07. Juni 2019

Gerade sind wir mitten in der Holunder-Blütezeit und ich bin wirklich begeistert was ich aus Holunderblüten schon alles zaubern konnte. Da ich mich immer sehr naturverbunden fühle, wenn ich aus selbstgepflückten Pflanzen etwas leckeres zu Essen oder Kosmetik zaubern kann und Naturverbundenheit für mich eine Grundvorraussetzung für den Willen zum Naturschutz ist, möchte ich heute meine Tipps zum Holunderblüten sammeln und drei Rezepte, was ihr daraus machen könnt, mit euch teilen!

Holunder sammeln

Holunder blüht in der Regel zwischen Ende Mai und Anfang Juli, danach werden aus den Holunderblüten bei erfolgreicher Bestäubung Holunderbeeren. Aber schon aus den Blüten könnt ihr Einiges machen, wie ihr im Laufe des Posts sehen werdet. Beim Pflücken von Holunderblüten-Dolden solltet ihr darauf achten, dies nicht auf privaten Grundstücken zu tun. Oft wächst Holunder aber herrenlos am Feldrand oder in Parks. Dabei solltet ihr außerdem darauf achten, dass die Büsche nicht zu nah an schafstoffbelasteten Straßen oder gespritzten Feldern sind. Pflücken lassen sich die Dolden mit der Hand - eine Gartenschere kann aber auch nicht schaden. Vor dem Pflücken solltet ihr auf jeden Fall schauen, ob sich Blattläuse auf den Dolden befinden - meistens sind sie unter den Blüten am Stengel - von Blattläusen befallene Blüten-Dolden solltet ihr lieber hängen lassen. Nehmt außerdem nicht zu viele Dolden von einem Strauch, sodass noch genug für die Bienen übrig bleibt.
Am besten solltet ihr die Blüten gleich verarbeiten, sie sind aber auch ein paar Tage haltbar, wenn ihr sie anfeuchtet und dann z.B. in einer Box im Kühlschrank aufbewahrt.

Holunderblütensirup

Zutaten

  • 10 Holunderblüten-Dolden
  • 1 Orangen
  • 500 g Zucker
  • 500 ml Wasser
  • ein ordentlicher Schuss Zitronensaft

Zubereitung

  1. Orangen in Scheiben schneiden
  2. Zucker mit Wasser verrühren
  3. alles zusammen in ein Gefäß geben und gut umrühren/ schütteln
  4. 3-4 Tage kühl stehen lassen
  5. Zutaten absieben und Sirup in Flasche abfüllen

Serviervorschläge

  • Holunder-Limonade: den Boden eines Glases mit Sirup bedecken und mit Sprudel-Wasser aufgießen
  • Hugo: in einem Weinglas etwas Holunder-Sirup und Sekt mischen und ein paar Blätter Minze und Limettenstücke dazutun

Holunderblüten Küchlein

Zutaten

  • 6 Holunderblüten-Dolden
  • 50 g Mehl
  • 1 Ei
  • 70 ml Milch
  • Öl / Butter
  • Zucker
  • optinal: Vanillezucker, Zimt

Zubereitung

  1. Holunderblüten abwaschen und sanft abtrocknen
  2. Mehl, Ei und Milch (und optional Vanillezucker oder Zimt) in eine Schüssel geben und gut vermischen
  3. ordentlich Öl oder Butter in der Pfanne erhitzen
  4. die Blüten-Dolden in den Teig tunken und dann in die Pfanne geben
  5. ordentlich Zucker auf die Küchlein streuen und goldbraun braten
  6. Nun kann man die Blüten mit dem Teig vom Stiel "abessen"

Hinweis: Falls ihr vegan seid kann das Rezept auch mit jedem beliebigen veganen Pfannkuchenteig gemacht werden!

Holunderblüten-Tee

Blüten trocknen

Um Tee daraus zu machen sollten die Blüten erstmal getrocknet werden. Dafür die ganzen Holunderblüten-Dolden auf einem Papier auslegen, einige Tage trocknen lassen und ab und zu mal wenden. Wenn ihr in der Wohnung eine hohe Luftfeuchtigkeit habt, könnt ihr die Dolden zum Trocknen auch für eine Weile bei 30-50 Grad Ober- und Unterhitze in den Backofen packen (ansonst besteht wegen der Luftfeuchtigkeit die Gefahr, dass sie schimmeln). Wenn die Pflanzen etwas angetrocknet sind, können die Blüten grob vom Stiel entfernt und ordentlich auf dem Papier verteilt werden und auf diese Art noch weitertrocknen. Achtet unbedingt darauf, dass die Blüten richtig gut durchgetrocknet sind, damit sie lange als Tee halten und nicht schimmeln.

Tee zubereiten

Zur Zubereitung des Tees 2-3 Teelöffel der getrockneten Blüten in ein Teesieb /-ei geben und mit kochendem Wasser übergießen. Der Tee sollte 5-10 Minuten ziehen und natürlich könnt ihr ihn auch süßen, wenn er euch zu bitter ist. Der Tee schmeckt nicht nur lecker sondern hat auch eine heilende Wirkung bei Erkältungen.