Mein Kleidungskonsum 2020 und wie ich meinen Stil finde

13. Januar 2021

Lesezeit: ~ 4min

Letztes Jahr habe ich zum ersten mal ein Konsumtagebuch geführt und mir im speziellen meinen Kleidungskonsum angeschaut. Warum? Jede*r Deutsche kauft im Durchschnitt 60 Kleidungsstücke pro Jahr und es hat mich einfach gefuchst herauszufinden, wie viel Kleidung ich kaufe und wie ich meinen Konsum noch weiter reduzieren kann. Hier findet ihr meinen Kleidungskonsum 2019 und heute geht es weiter mit 2020 - mal schauen ob ich mich gebessert habe.

Kleidungskonsum 2020

Januar - März

  • Wanderschuhe von Meindl
  • Second Hand Abendkleid über kleiderkreisel
  • Second Hand Absatzschuhe über kleiderkreisel

April - Juni

  • Metallischer Rock über kleiderkreisel (Second Hand)
  • 2 Periodenunterhosen von Pourprées
  • Second Hand Jeans über kleiderkreisel
  • Blazer von meinem Opa für meine Oma geschneidert

Juli - September

  • Second Hand Leo-Jeansjacke aus einem Insta-Sale
  • Planeatary T-Shirt (Baumwolle, bedruckt via spreadshirt)

Oktober - Dezember

  • Grüner Second Hand Pullover über kleiderkreisel
  • Schwarzes Second Hand T-Shirt über kleiderkreisel
  • Schwarzer Jeansrock Second Hand über kleiderkreisel
  • Chelsea Boots von Will's Vegan Store
  • Rollkragen-Shirt von Lanius
  • Rollkragen-Wollpullover Second Hand über Vinokilo
  • Samtkleid Second Hand über Vinokilo
  • Businesskleid Second Hand über Vinokilo
  • Leinen-Kimono von wild ivy

Zusammenfassung

Dieses Jahr komme ich auf nur 19 Kleidungsstücke (inklusive Schuhe), wovon nur 7 neu waren und der Rest Second Hand im Vergleich: letztes Jahr waren es 35 Teile. Ungefähr 65-70% der Teile sind also Second Hand. Außerdem ist mir in meiner Haushalts-App aufgefallen, dass ich dieses Jahr mehrere Monate gar keine Kleidung gekauft habe ohne spezifisch darauf zu achten, einfach weil ich nichts gebraucht habe.

Analyse & was ich in Zukunft ändern will

Dieses Jahr ist die Liste wirklich schmal geworden - das könnte zum Teil daran liegen, dass ich durch Corona meine liebsten Eco Fashion Stores und Flohmärkte nicht wirklich viel besuchen konnte. Es liegt aber sicherlich auch daran, dass ich schon letztes Jahr meinen Kleidungskonsum analysiert habe und noch stärker darauf geachtet habe weniger Kleidung zu kaufen und wenn dann nur solche, die ich unbedingt haben möchte und lange darüber nachgedacht habe. Außerdem habe ich vor meinem Umzug in eine neue Wohnung nochmal viel ausgemistet. Außerdem habe ich mich dieses Jahr viel damit beschäftigt, wie ich Kleidung selbst reparieren kann und mir zum Beispiel von meiner Oma zeigen lassen, wie ich Löcher stopfen kann.
Mein letztes Kleidungsstück in 2020 ist ein Leinen-Kimono, dieses Jahr werden noch einige Teile, die in die gleiche Kerbe schlagen folgen: ich möchte schöne Schlaf- und Loungekleidung. Bisher habe ich immer alte T-Shirts meines Freundes zum Schlafen getragen, diese fallen langsam aber ziemlich auseinander und schön war das noch nie. Ich habe deswegen beschlossen diese nach und nach durch hochwertige, ökologisch produzierte Nachtwäsche auszutauschen, in der ich mich besser fühle. Der Kimino ist da ein schöner Anfang, weil man diesen als Morgenmantel über die Schlafkleidung anziehen kann.

Meinen Stil finden

Mein größtes Thema letztes Jahr war: ich will endlich meinen Stil finden und nur noch dazu passende Kleidungsstücke kaufen. Ich würde noch nicht sagen, dass ich meinen Stil zu 100% gefunden habe, aber ich bin dem dieses Jahr doch ein ganzes Stück näher gekommen. Ich habe besonders darauf geachtet in welcher Kleidung ich mich gut und schön fühle. Aufgefallen ist mir zum Beispiel, dass meine Lieblingskleidungsstücke Rollkragen-Oberteile (in allen möglichen Formen und Farben) und Röcke/ Kleider sind. Hosen finde ich in der Regel recht ungemütlich und fühle mich darin nicht ganz so schön (ein paar Ausnahmen gibt es aber auch). 2020 habe ich deswegen viele Röcke und Kleider getragen - jetzt im Winter in Kombination mit Strumpfhosen oder Leggings - und mich darin sehr gut gefühlt.
Aus dem letzten Abschnitt geht es auch schon ein bisschen hervor: ich habe gemerkt, dass Kleidung für mich nicht nur schön, sondern auch gemütlich sein muss, damit ich sie wirklich gerne trage. Ich habe deswegen dieses Jahr auch nochmal mehr auf die Materialien (bei Eco Fashion habe ich das auch vorher schon gemacht) geachtet und vor allem natürliche Materialien gekauft. Wobei mir das offen gesagt bei Oberteilen deutlich wichtiger ist, als bei Röcken und Hosen.